Gemeindliches Leben

Nach wie vor steht unser gemeindliches Leben still. Außer der sonntäglichen Gottesdienstfeier und der Kasualgottesdienste anl. von Beerdigungen, Taufen und Trauungen findet das gewohnte gemeindliche Leben derzeit aus gegebenem Anlass nicht statt. Und wie es aussieht wird dies auch noch eine Weile so bleiben müssen. Ich vermisse unsere Zusammentreffen zu den verschiedenen Veranstaltungen sehr: Seniorengeburtstage, Frauenfrühstück, Kinderkirche, Krabbelgruppe, den Gesang unserer Chöre und sogar die Gremienarbeit. Seit fast einem Jahr leben wir nun in diesem Zustand von Abstand und Vorsicht. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass es so lange, und vermutlich noch länger dauern würde, ich hätte es nicht geglaubt. Wer hätte das schon? Vielleicht die, die sich mit Viren und Pandemien auskennen, aber sonst?

Interessanter Weise war es im zurückliegendem Jahr trotz der abgesagten Veranstaltungen und stillgelegten Treffen nie ruhig. Die stetigen Änderungen im Infektionsgeschehen erforderten stets ein Anpassen und Umdenken der Gemeindearbeit. Im Frühjahr waren es die Onlinegottesdienste, im Sommer die Gottesdienste draußen, im Herbst Erntedank, die Konfirmationen und der Blick Richtung Advent und Weihnachten.

Von den Einschränkungen der Pandemie fühlte ich mich in dieser Zeit nicht selbst eingeschränkt. Es gab ja immer etwas zu tun, immer etwas zu besprechen, Gottesdienste und Konfirmandenunterricht konnten zum Glück bis an Weihnachten heran stattfinden.

Doch nun da ich vorübergehend nicht im Dienst bin, nehme ich die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen noch einmal ganz anders wahr:

Mein Hauptkontakt ist mein vierjähriger Sohn und dann natürlich mein Mann, wenn er nicht gerade im Dienst ist – ansonsten herrscht eine große Stille um uns herum. Jetzt spüre ich die Kontaktbeschränkungen, die ich bisher so gar nicht als einschränkend empfunden habe und frage mich ganz anders: Wie haben Sie eigentlich das letzte Jahr erlebt? Was war gut, was schwierig? Wie sieht es heute mit der Freude über die Entschleunigung und die geschenkte Familienzeit aus? Was ist schwer und zerrt an den Nerven? Was können wir – ihre Kirchengemeinde für sie tun, die nicht in den Gottesdienst kommen – aus Rücksicht auf ihre Gesundheit und die der anderen? Was brauchen Sie von uns? Was wünschen Sie sich von uns?

Diese Fragen bewegen uns nicht erst jetzt, sondern schon eine ganze Weile. Einige Versuche zeigen dies vielleicht – zum Beispiel der Adventsbrief oder die Adventstüte für die Senioren in unserer Gemeinde. Aber reicht das? Oder brauchen Sie vielleicht etwas ganz anderes – etwas, das uns noch gar nicht in den Sinn gekommen ist?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns ihre Anliegen mitteilen könnten, damit wir auch auf Abstand eine Gemeinde nah beieinander sein können.

Vielleicht ist nicht immer alles umsetzbar, vielleicht bedarf es etwas Zeit zur Umsetzung oder es geht sogar ganz leicht. Das werden wir dann sehen, wenn wir ihre Ideen erhalten.

Ihre Ideen und Anregungen schicken Sie gerne an: kgtodesfelde@web.de oder schreiben Sie einfach eine Notiz auf einen Zettel und werfen Sie ihn in den Briefkasten.

Ich bin gespannt und grüße Sie ganz herzlich – auch im Namen ihres Kirchengemeinderates.

Ihre Manuela Zschaubitz