Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“(Psalm 4, 7)

Liebe Gemeinde, liebe Interessierte,

das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt – und es scheint als wäre doch alles beim Alten geblieben: Lockdown, Homeschooling, Notbetreuung in den Kitas, Kontaktbeschränkungen, etc. Gut oder gar segensreich klingt das erst einmal nicht.

„Wer wird uns Gutes sehen lassen?“, fragt der Beter des 4. Psalm. Wer wird uns Gutes sehen lassen in all den Sorgen und dem Chaos, das uns umgibt? Wie wird es weitergehen. Wie wird es sein mit meinem Arbeitsplatz, der Schulbildung der Kinder, den sozialen Kontakten, der Gemeindearbeite und so vielem mehr?

Viele Fragen beschäftigen uns auch am Beginn dieses noch jungen Jahres. Fragen, die wichtig sind – gar keine Frage, aber Fragen, die uns zuweilen auch den Blick verstellen für all das, was in unserem Leben gesegnet ist.

Und so bitten, ja flehen wir mit dem Beter des 4. Psalms: „HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes.“ Aber tun wir auch unsere Herzen und Augen auf um das Licht Gottes in unserem Leben zu sehen? Oder ist es nur eine leere Bitte, ein Flehen ohne Inhalt. Wie in der Geschichte von dem Mann, der Gott um einen Lottogewinn anfleht – bis Gott eines Tages antwortet: „Lieber Mann, gib mir eine Chance, kauf dir endlich einen Lottoschein!“

Es gelingt nicht, Gottes Licht in unserem Leben zu sehen, den Segen, der auch unserem Leben liegt, zu spüren, wenn wir die Augen davor verschließen und uns grämen ob der Schwere und der Sorgen die uns belasten.

„HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes.“ Fordern wir, flehen wir, bitten wir – aber sind wir auch dazu bereit das Leuchten zu sehen und es hineinzulassen in unser Herz und in unseren Alltag?

Sind wir mutig genug den Blick auf das Gute zu wagen und Zufriedenheit zu empfinden? Mutig das Graue und Schwere, trotz all seiner Berechtigung etwas zur Seite zu schieben und es hell werden zu lassen.

Ich wünsche uns nicht nur den Mut dazu, sondern auch die Kraft und die Zuversicht zu erkennen, dass das Licht SEINES Antlitzes schon längst über uns leuchtet. Heute und alle Tage.

Ihre / Eure Manuela Zschaubitz und Team